Aikido

Aikido ist Nicht-Wiederstand. Wenn ich mich nicht widersetze, bin ich immer siegreich. (Morihei Ueshiba)

Aikido ist eine japanische Kampfkunst, die sich vor allem mit der waffenlosen Selbstverteidigung beschäftigt. Der Schwerpunkt liegt auf Wurf- und Hebeltechniken; Schläge und Tritte haben eher untergeordnete Bedeutung. Ergänzend hierzu gibt es auch Techniken mit oder gegen verschiedene Übungswaffen. Um ein gefahrloses Üben zu ermöglichen, wird ausserdem das richtige Fallen aus unterschiedlichen Situationen gelehrt.
Beim Training ist es uns wichtig, neben der Technik auch den verantwortungsvollen Umgang mit den erlernten Fähigkeiten zu vermitteln. Es werden keine Angriffstechniken, sondern ausschliesslich Verteidigungstechniken gelehrt.
Man übernimmt beim Üben abwechselnd die Rolle von Tori (derjenige, der die Technik ausführt) und Uke (derjenige, der angreift). Techniken werden so gemeinsam erarbeitet. Dadurch kennen wir beim Training keinen „Gegner“, sondern immer einen „Partner“ der uns hilft, auf dem Weg des Aikido voranzukommen. Ausserdem legen wir Wert auf eine persönliche Bindung innerhalb der Gruppe und ein Gemeinschaftsgefühl. Deshalb  gibt es  Lehrgänge in der Schweiz und im Ausland, Vorführungen  und gemeinsame Feiern an.
Technisch nehmen wir uns das Wasser zum Vorbild. Das Wesen unserer Kampfkunst ist dabei, Angriffen nicht mit Kraft zu begegnen, sondern die Angriffsenergien umzulenken und für sich selbst zu nutzen. Statische, durch Winkel und Zentimetermaß genau definierte Bewegungen würden dabei der Persönlichkeit und Unverwechselbarkeit des Partners keine Rechnung tragen. Deshalb lernen unsere Schüler, sich mit Techniken auch kritisch auseinander zu setzen und sie intuitiv abzuwandeln. Das ermöglicht es, auch körperlich sehr viel grössere und stärkere Angreifer ohne grossen Kraftaufwand zu werfen und zu führen.